Der richtige Fettgehalt in deiner BARF-Ration

Fette beim BARFen sind wichtig!

Beim BARFen ist das Fett in der Ration ein wichtiger Bestandteil, welcher über die optimale Energieversorgung  entscheiden kann. Wir verzichten zum Großteil auf Futtermittel mit einem hohen Kohlenhydratanteil wie Getreide, da wir ursprünglich und naturnah füttern wollen. Der richtige Fettgehalt ist also entscheidend. Fette liefern außerdem auch wichtige essentielle Fettsäuren.

fleischige Knochen mit hohem Fettgehalt sind wichtig beim BARFen
Fleischige Knochen mit einem hohen Fettgehalt sind wichtig beim BARFen

Kohlenhydrate und Fette sind wichtige Energielieferanten für unsere Hunde. Ein Hund kann zwar auch Energie aus Proteinen bereitstellen, die wir beim BARFen in großen Mengen über das Fleisch zuführen. Das sollte jedoch nicht der angestrebte Weg der Energiegewinnung sein, da die großen Proteinmengen, die dafür benötigt werden, dauerhaft zu einer Belastung der Leber und Nieren führen.

Wo kommen die Fette beim BARFen her?

Grundsätzlich liefert das verwendete Fleisch den Fettgehalt der Ration. Als Faustformel wird beim BARFen ein Fettgehalt von 20 bis 25 % im Fleischanteil angestrebt. Der Fettgehalt im Fleisch kann jedoch stark schwanken und ist meist geringer. Es gibt viele sehr magere Fleischsorten wie z. B. Hähnchen- oder Putenbrust (ca. 2 % Fett) und Pferdefleisch. Marmoriertes oder mit Fett durchzogenes Fleisch hat einen deutlich höheren Energiegehalt. Vor allem Hackfleisch kann mit seinem Fettgehalt punkten (15 bis 20 %).

Habe ich die richtige Fettmenge in meiner Ration?

Hierfür gibt es mehrere Anzeichen. Zu wenig Fett in deiner Ration bedeutet, dass dein Hund nicht ausreichend Energie bekommt (es sei denn, du fütterst auch Getreide). Über einen längeren Zeitraum wird sich das in einer Gewichtsabnahme deines Lieblings äußern. Zu viel Fett hingegen zeigt sich durch Übergewicht.

Es kann auch der Fall sein, dass dein Hund täglich sehr hohe Futtermengen benötigt. Das heißt du fütterst Mengen an Fleisch und wunderst dich, dass dein Hund abnimmt oder einfach nie satt und zufrieden wirkt. Vergleiche deine Futtermenge in diesem Fall unbedingt mit der normal üblichen Futtermenge. Als einfache Faustformel gilt: Hast du einen kleinen Hund ist es auffällig, wenn du diesem mehr als 4 % des Körpergewichtes am Tag fütterst. Bei einem großen Hund ist die Ration zu überprüfen, wenn er mehr als 3 % des Körpergewichtes am Tag erhält. Diese Angaben gelten natürlich für normal aktive Hunde. Bei sehr sportlichen Hunden werden generell höhere Futtermengen benötigt.

Checkliste für den richtigen Fettgehalt in deiner Ration:

Hat dein Hund Idealgewicht?

  • Ja: Deine Energieversorgung scheint ausgeglichen!
  • Nein: Dein Hund ist zu dünn, du solltest mehr Fett ergänzen!
  • Nein: Dein Hund ist zu dick, du solltest deine Fettmenge reduzieren!

Bekommt dein Hund die typische Futtermenge am Tag?

  • Ja: Wenn dein Hund mit der typischen Futtermenge eine gute Kondition hat, stimmt deine Zusammensetzung!
  • Nein: Dein Hund bekommt eine deutlich höhere Futtermenge. Überprüfe die Ration! Wahrscheinlich ist der Fettgehalt zu gering und dein Hund bezieht einen großen Teil der Energie aus den Proteinen.

Gibst du zusätzliches Fett?

  • Ja: Wenn dein Hund sein Gewicht hält, ist deine zusätzliche Fettgabe genau richtig!
  • Nein: Fütterst du sehr fette Fleischsorten? Wenn nicht überprüfe deine Ration.

Was mache ich, wenn der Fettgehalt meiner Ration nicht ausreicht?

Wenn das Fleisch, das du fütterst nicht ausreichend Fett enthält, und das ist sehr oft der Fall, kannst du dieses einfach ergänzen. Das heißt du kaufst schieres Fett ein und gibst dieses hinzu. Die benötigte Fettmenge berechnest du wie folgt:

Ein Rechenbeispiel

Du fütterst 300 g Fleisch, welches einen Fettgehalt von 10 % hat. Du strebst einen Fettanteil von 20 % im Fleischanteil für deinen Hund an.

berechnung des fettanteils

ACHTUNG: Die Menge Fett, die du nun zusätzlich fütterst (30 g), musst du von deiner Fleischmenge abziehen. D. h. 270 g Fleisch und 30 g zusätzliches Fett füttern. Achte darauf, den Fettgehalt zu Beginn langsam anzupassen. Die Verdauung deines Hundes muss sich erst daran gewöhnen, sonst kann es zu Durchfall kommen.

Also denke daran: Fett ist für deinen Hund wichtig und kein böser Dickmacher, wie in vielen unserer Köpfe verankert. Es ist DER Energielieferant deines Hundes und sollte deshalb in jeder BARF-Ration ausreichend enthalten sein!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.