Flohbefall bei Haustieren – Was kann ich dagegen tun?

Flöhe gehören zu den häufigsten Parasiten bei Hunden und Katzen. Unbehandelt entwickelt sich der Flohbefall schnell zu einer regelrechten Plage, denn die Parasiten vermehren sich innerhalb kürzester Zeit. Dieser Artikel gibt dir einen Überblick über das lästige Ungeziefer und bietet dir Tipps, wie du bei einem Flohbefall vorgehen solltest.

Inhaltsverzeichnis

Gibt es verschiedene Floharten?
Wie sieht der Lebenszyklus eines Flohs aus?
Sind Flöhe gefährlich für mich und meine Haustiere?
Wie bemerke ich einen Flohbefall?
Was muss ich bei der Behandlung beachten?
Wie bekommt mein Haustier Flöhe?
Wie kann ich einem Flohbefall vorbeugen?
Welche Produkte eignen sich, um Flöhe zu bekämpfen?

Gibt es verschiedene Floharten?

Ja, die gibt es. Weltweit existieren etwa 2400 verschiedene Floharten. Jede dieser Arten hat sich auf unterschiedliche Wirte spezialisiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass die jeweilige Art immer nur einen bestimmten Wirt befällt. Bei uns in Deutschland ist die häufigste Flohart der Katzenfloh und dieser befällt Hunde und Katzen gleichermaßen – auch vor dem Menschen macht er nicht Halt. Der Mensch fungiert jedoch nur als Zwischenwirt und deshalb befindet sich der Katzenfloh nicht dauerhaft auf ihm.

Wie sieht der Lebenszyklus eines Flohs aus?

Flohbefall am Tier und in der Umgebung

Tatsächlich befindet sich nur 5% der Flohpopulation direkt auf dem befallenen Tier. 95% der Flohpopulation hält sich in Form von Eiern, Larven und Flohpuppen in der näheren Umgebung auf. Ein Flohweibchen kann bis zu 50 Eier am Tag und über 2000 in ihrem gesamten Leben legen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich zunächst noch verpuppen müssen, bevor der Floh erwachsenen ist. Diese Flohpuppen werden durch Erschütterungen dazu animiert zu schlüpfen und können daher auch mehrere Monate ohne Nahrung im Puppenstadium überleben.

Sind Flöhe gefährlich für mich und meine Haustiere?

Generell sind Flöhe nur unter bestimmten Gegebenheiten gefährlich für Haustiere. Ausgewachsene Flöhe leben von dem Blut ihrer Wirte und können damit sehr junge Tiere schwächen.

Das Hauptproblem eines Flohbefalls ist, dass er sehr langwierig und vor allem lästig sein kann. Durch das Saugen des Blutes entsteht bei Mensch und Tier ein enormer Juckreiz. Zahlreiche Hunde reagieren allergisch auf Flohbisse und entwickeln in der Folge eine Floh-Allergie-Dermatitis, bei der sich die Flohbisse stark entzünden. In diesem Fall sollte sich ein Tierarzt deinen Hund genauer anschauen.

Flöhe können außerdem Überträger des Gurkenkernbandwurmes sein. Wenn dein Haustier bei der Fellpflege einen infizierten Floh verschluckt, nistet sich der Bandwurm im Darmtrakt deines Lieblings ein.

Wie bemerke ich einen Flohbefall?

Häufiges Kratzen ist eines der auffälligsten Anzeichen für einen Befall. Katzen zeigen jedoch oftmals keine Symptome, weshalb selbst ein starkes Flohproblem lange Zeit unbemerkt bleibt.

Durch das Kämmen mit einem speziellen Flohkamm lässt sich der Flohkot im Fell des Tieres nachweisen. Nach der Fellpflege solltest du mit dem Kamm über ein sauberes Tuch streichen. Sind rötlich-braune Rückstände auf dem Tuch zu erkennen, so ist dein Haustier mit größter Wahrscheinlichkeit von Flöhen befallen.

Was muss ich bei der Behandlung beachten?

Wichtig ist, dass alle Tiere des Haushaltes behandelt werden, auch solche, die wenige oder keine Symptome zeigen. Es besteht immer die Möglichkeit, dass noch ungeschlüpfte Flöhe im Fell des Tieres haften. Somit würde sich der Flohbefall nach einiger Zeit wiederholen. Da sich ein Großteil des Flohbefalls in der näheren Umgebung befindet, ist eine Umgebungsbehandlung unumgänglich. Die Behandlung sollte über mehrere Monate erfolgen, damit auch später schlüpfende Flöhe bekämpft werden.

Vor der Behandlung ist es ratsam gründlich Staub zu saugen, da durch die Erschütterung des Staubsaugers die Flohpuppen, die sich in Ritzen und tiefen Lagen des Teppichs verborgen halten, zum Schlüpfen animiert werden. Der Staubsaugerbeutel sollte danach weggeschmissen werden. Textilien sollten – sofern möglich – bei mindestens 60° gewaschen werden.

Für eine besonders effektive Reinigung empfiehlt sich ein Dampfreiniger, da dieser die Flöhe in allen Entwicklungsstadien bekämpft.

Wie bekommt mein Haustier Flöhe?

Überträger von Flöhen sind häufig Wildtiere wie Mäuse oder Igel, mit denen Hunde oder Katzen draußen in Kontakt kommen. Selbstverständlich kann der Befall auch von anderen Hunden und Katzen übertragen werden, denn Flöhe können – je nach Art – 25 bis 50cm weit springen. Eine Infektion über Artgenossen ist jedoch weitaus seltener als über Wildtiere. Ein Flohbefall ist generell das ganze Jahr über möglich, in wärmeren Monaten ist er allerdings wahrscheinlicher.

Wie kann ich einem Flohbefall vorbeugen?

Leider reicht Staubsaugen und Waschen nicht aus, um rundum vor einem Flohbefall geschützt zu sein.  Trotzdem ist eine ausreichende Hygiene maßgebend für eine Vorbeugung. Außerdem gibt es spezielle Flohhalsbänder, die das lästige Ungeziefer abwehren. Eine weitere Möglichkeit stellen regelmäßige Badeeinheiten mit Anti-Floh-Shampoo dar – dabei solltest du aber immer daran denken, dass diese Shampoos nicht ausschließlich auf natürlicher Basis hergestellt sind. Deshalb musst du abwägen, ob eine regelmäßige chemische Behandlung wirklich das Richtige für dich und deine Fellnase ist. Die einfachste und günstigste Option ist eine regelmäßige Kontrolle mit einem Flohkamm – so wird ein eventueller Befall möglichst früh entdeckt.

Hunde- und Katzenbetten solltest du möglichst auf Holzböden oder Fliesen stellen, da sich dort die Flöhe nicht festsetzen können. Die Larven halten sich nämlich besonders lange in den tiefen Lagen von Teppichen auf.

Welche Produkte eignen sich, um Flöhe zu bekämpfen?

Wir von Ida Plus haben uns insbesondere auf die Umgebungsbehandlung spezialisiert. Der Ida Plus Fogger ist ein Vernebler, der wirksam gegen Flöhe, Fliegen, Läuse, Milben, Motten, Schaben, Spinnen, Zecken und sonstiges Ungeziefer eingesetzt werden kann. Es genügt ein Knopfdruck um den IdaPlus Fogger zu aktivieren: auspacken – aufstellen – Sprühknopf einrasten -schon 2 Stunden später ist die Umgebung frei von Ungeziefer.

Hier kannst du die genaue Gebrauchsanweisung nachlesen.

Hinweis: Tiere, Futtertröge, Näpfe, Tränken und Co. müssen vor dem Einsatz des IdaPlus Foggers aus den Räumlichkeiten entfernt werden.

Kieselgur ist eine weitere Möglichkeit, um die Umgebung effektiv von Flöhen zu befreien. Kieselgur ist eine weiße Substanz, die größtenteils aus den Schalen versteinerter Kieselalgen besteht. Hauptbestandteil ist Kieselsäure, welche das Spurenelement Silicium enthält. Bei dem Einsatz des Pulvers wird der Chitinpanzer der Flöhe aufgerissen und die Schädlinge einfach ausgetrocknet. Jedoch ist Kieselgur nur bedingt für den Einsatz im Haus geeignet: Obwohl sich aus dem Pulver ebenfalls durch Wasserzugabe eine Lösung herstellen lässt, hinterlässt Kieselgur weiße Rückstände. Für die Behandlung von Textilien ist es daher ungeeignet. Kieselgur ist jedoch perfekt für die Lieblingsplätze im Garten und auf der Terrasse.

Durch die Langzeitwirkung wird übrigens nicht nur eine bestehende Schädlingsplage effektiv bekämpft, sondern es werden auch nachfolgende Generationen gestoppt.

Die Ida Plus Kieselgur gibt es als Pulver mit praktischer Puderflasche oder als Spray zu kaufen. Die reine, sehr feine Diatomeenerde ist dank der Sprühform bestens dazu geeignet auch in kleinste Winkel, Ecken und Nischen, in denen sich die kriechenden Plagegeister verstecken könnten, eingebracht zu werden.

Zeckenfrei zur Anwendung am Tier

Zeckenfrei

Das Ida Plus Zeckenfrei Spray ist nicht zur Umgebungsbehandlung gedacht, sondern wird direkt auf deiner Fellnase angewendet. Das Zeckenfrei dient jedoch nicht nur der Abwehr von Zecken – es ist ebenso effektiv gegen Flöhe, Grasmilben, Mücken und andere Parasiten. Insekten mögen weder den enthaltenen Wirkstoff Geraniol, noch den Duft von Nelkenblätteröl. Ihr Geruchssinn wird irritiert, sie werden förmlich in die Flucht getrieben.

Wichtig: Der Blogbeitrag ersetzt keinen tierärztlichen Rat. Solltest du zum ersten Mal einen Flohbefall feststellen, ist es besser, wenn du einen Tierarzt zur Hilfe ziehst.

Quellen:
Bft-online. 2011. Ein Floh bleibt selten allein. Verfügbar unter: https://www.bft-online.de/kleintiergesundheit/2011/floehe-bei-hund-und-katze-ein-floh-bleibt-nicht-lange-allein/hintergrundinformationen-floehe-bei-hund-und-katze/
T-Online. 2019. Flöhe bei Mensch und Tier erkennen. Verfügbar unter: https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_64351734/flohbisse-floehe-bei-mensch-und-tier-erkennen-und-behandeln.html
Parasitenportal. O.J. Flöhe – Wer sie hat, wird sie so schnell nicht los. Verfügbar unter: https://www.parasitenportal.de/floehe/
Flohproblem.de. o.J. Was du über den Floh wissen musst. Verfügbar unter: https://flohproblem.de/floh-wissen/

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