Ganzjahresfütterung von Garten- und Wildvögeln

Die Ganzjahresfütterung hat die reine Winterfütterung abgelöst. Denn ist unsere Vögel auch im Sommer zu füttern ist wichtiger geworden, denn je.

Eine fröhliche Spatzenschar in einem Haselstrauch – ein Anblick der heute Seltenheitswert hat

„Alle Vögel sind schon da …“ klingt es in einem der bekanntesten deutschen Frühlings- und Kinderlieder. Verfasst wurde der fröhliche Text von dem Hochschullehrer August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Doch schaut man in die Rote Liste der Brutvögel Deutschlands (NABU) bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Geht es so weiter wird von „Amsel, Drossel, Fink und Star …“ bald nur noch in unseren Geschichtsbüchern die Rede sein. 75 Prozent der Offenlandarten gelten als gefährdet. Einschließlich Vorwarnliste sind es sogar schon 87 Prozent. Selbst der gemeine Spatz (Haussperling) gehört mittlerweile zu den bedrohten Arten.

Die Tiere finden selbst im Sommer kaum noch Futter 

Für unsere Vögel wird es immer schwieriger, die Jungen durchzubringen

Wer mit offenen Augen durch die Lande fährt, der sieht es schnell: Kaum noch Wildkräuter, fast keine Insekten mehr und auch samenbildende Pflanzen finden sich nur noch wenige. Unsere Vögel finden kaum noch Futter für sich und noch weniger, um ihre Jungen durchzubringen. Ihr Lebensraum wird immer kleiner. Deswegen sind Futterhilfen zunehmend überlebenswichtig. Professor Doktor Peter Berthold, Deutschlands wohl bekanntester Ornithologe, plädiert deswegen unermüdlich für eine Fütterung unserer Wildvögel.

Die Ganzjahresfütterung ist wichtiger denn je

Diese Blaumeise kann sich glücklich schätzen, denn samenbildende Pflanzen gibt es immer seltener

Hinzu kommt, dass der Energie- und damit auch der Fettverbrauch im Sommer deutlich höher ist, als im Winter. Warum? Aufgrund der Futtersuche für sich und den Nachwuchs sind die Vogeleltern ständig unterwegs und ihre Flugleistung ist sehr viel höher. Dafür wird mehr „Kraftstoff“ gebraucht und der muss irgendwo herkommen. Die Winter hingegen sind zunehmend milder geworden, sodass die Tiere etwas weniger Energie benötigen um der Kälte zu trotzen. Die gezielte Ganzjahresfütterung leistet einen kleinen Beitrag um das Überleben unserer Garten- und Wildvögel zu ermöglichen.

6 Tipps, die man beachten sollte

  • Schimmeliges Futter geht ganz und gar nicht! Die Tiere verenden kläglich. Das betrifft alle Arten von Vögeln, man denke nur an die vielen Enten und Schwäne, die in jedem Jahr tot aufgefischt werden, weil sie verschimmeltes Brot gefressen haben.
  • Gewürze aller Art sind absolut tabu! Ihr Genuss erhöht nicht nur den Wasserbedarf der Tiere ganz erheblich, sondern schädigt auch das Gewebe dauerhaft.
Noch nicht gefährdet aber dennoch bedroht: Das Rotkehlen war Vogel des Jahres 2016
  • Keine Essens-, Kuchen- oder Brotreste! Neben Gewürzen und Zucker enthalten diese Lebensmittel Zusatzstoffe, die eine Schimmelbildung verhindern sollen. Das ist für einen großen Organismus, wie den unseren zwar kein großes Problem, für die fliegenden Winzlinge allerdings schon. Essensreste jeder Art gehören darum in die Biotonne, wo sie auch noch einem sinnvollen Verwendungszweck zugeführt werden können.
  • Jeder Beitrag zählt! Ein Futterhaus mit allem Drum und Dran ist natürlich besser, als nur ein Meisenknödel. Wichtiger jedoch ist, dass überhaupt gefüttert wird.
Meisenknödel lassen sich schnell und einfach fast überall anbringen
  • Füttern kann man überall! Grundsätzlich kann überall gefüttert werden: Im Garten, im Freien, auf dem Balkon. Man sollte nur darauf achten, dass die Futterstelle frei steht, sodass die Vögel Katzen und andere Räuber frühzeitig wahrnehmen können. Wenn möglich sollte sich die Futterstation mindestens 1 Meter über dem Boden befinden und auch für Mäuse und Ratten nicht allzu leicht zugänglich sein.
  • Auch Hygiene ist wichtig! Und zwar für beide Seiten. Man sollte also darauf achten, dass das Futter in der Futterstation nicht allzu schnell verrotten kann und sie regelmässig reinigen. Einfach zu reinigende, gut belüftete Futterstationen machen mehr Freude, als andere. Und wer keine Lust auf Schalen hat, die auf dem ganzen Balkon herumliegen, kann auf schalenfreies Vogelfutter zurückgreifen.

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Für Artenreichtum braucht es vielfältige und gesunde Lebensräume

Im Naturparadies rund um die Müritz leben viele bedrohte Arten. Auch ihr Erhalt konkurriert mit wirtschaftlichen Interessen des Menschen

Auch das beste Futtersortiment kann mit einem vogelfreundlichen und naturnahen Garten nicht mithalten. Und extrem gefährdete Arten werden meist kaum in den Genuss der aufgestellten Futterstellen kommen. Der NABU kritisiert zu Recht, dass „… Lebensraumqualität sich eben nicht allein auf die Verfügbarkeit von Nahrung beschränkt. …“ und plädiert dafür, auf Unkrautvernichtungsmittel und Schneckenkorn zu verzichten. Mehr Pflanzenvielfalt trägt zur Artenvielfalt bei und wir sollten generell mehr als einmal über den Erhalt von den noch vorhandenen Naturschutz- und Landschaftsgebieten nachdenken. Die Natur und die Wildvögel werden es uns danken.

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