Wichtige Vitamine für deinen Hund

Vitamine sind nicht nur für uns lebensnotwendig, sondern auch für unsere Vierbeiner.
Welche Vitamine für deinen Hund besonders wichtig sind, welche Aufgaben sie übernehmen und in welchen Lebensmitteln sie enthalten sind, erfährst du in diesem Artikel.

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Inhaltsverzeichnis

Vitamine – Lebensnotwendige Helfer
Fettlösliche Vitamine:
1) Vitamin A
2) Vitamin D
3) Vitamin E
4) Vitamin K
Wasserlösliche Vitamine:
1) Vitamin B Komplex
2) Vitamin C
Wann ist auf den Vitaminbedarf des Hundes besonders zu achten?

Vitamine – Lebensnotwendige Helfer

Medizinisch gesehen, versteht man unter Vitaminen, organische Verbindungen. Du kannst sie dir aber auch wie kleine Helferchen vorstellen, die für den Körper lebensnotwendig sind und für ganz unterschiedliche Aufgaben im Körper gebraucht werden. Näheres zu den einzelnen Vitaminen, erfährst du in den jeweiligen Abschnitten.

Grundsätzlich gehören fast alle Vitamine zu den sogenannten essenziellen Stoffen. Das bedeutet nichts anderes, als das sie mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, da der Körper nicht in der Lage ist, diese selbst herzustellen.

Aber einige Vitamine kann der Körper aus sogenannten Provitaminen herstellen, das sind Vitamin-Vorstufen. Beispielsweise ß-Carotin ist ein Provitamin, aus dem der Körper Vitamin A herstellen kann.

Des Weiteren kann man die Vitamine in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine einteilen.
Denn fettlöslichen Vitaminen werden nach der Aufnahme mit der Nahrung im Körper, bevorzugt in der Leber, Fettgewebe und in der Niere, gespeichert.

Wasserlösliche Vitamine hingegen werden nicht im Körper gespeichert und müssen deshalb immer kontinuierlich mit der Nahrung aufgenommen werden. Außerdem wird alles was zu viel angenommen wird, anschließend über den Urin wieder ausgeschieden.

Außerdem sind die allermeisten Vitamine sehr hitzeempfindlich und ebenso anfällig für lange Lagerungen. Das bedeutet, dass Hitze, aber auch Kälte und Lagerung die Vitaminmenge in den Lebensmitteln reduziert. Deshalb werden Fertigfutter oftmals Vitamine synthetisch hinzugefügt.

Fettlösliche Vitamine

Zu den fettlöslichen Vitaminen gehört das Vitamin A, D, E und K. Wie oben bereits geschrieben, werden sie zusammen mit Fetten aus der Nahrung aufgenommen und anschließend im Fettgewebe, in der Leber oder Niere gespeichert.
Außerdem sind alle fettlöslichen Vitamine, essenzielle Vitamine. Das bedeutet, dass diese vom Körper nicht selbst hergestellt werden können und deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Vitamin A

Das Vitamin A ist auch unter dem Namen Retinol bekannt und ist enorm wichtig für den Sehvorgang, Knochenaufbau und für die Haut und Schleimhäute. Deshalb wird es auch als „Epithelschutzvitamin“ bezeichnet. Zusätzlich ist es sehr wichtig für die Embryo- und Plazentaentwicklung.

Übrigens sind Hunde sind in der Lage aus ß-Carotin (einen Provitamin) Vitamin A zu bilden. Besonders reich an ß-Carotin ist rotes Gemüse wie z. B. Möhren.

Ebenso sind Speicherorgane, wie Leber und Niere reich an Vitamin A. Das ist auch der Grund, warum man seinem Hund, beispielsweise beim Barfen nicht zu viel Leber geben sollte.

Vitamin D

Vitamin D oder auch Califerol, ist streng genommen auch ein Provitamin. Da es erst im Körper durch bestimmte Vorgänge aktiviert wird. Anders als bei uns Menschen, sind Hunde wahrscheinlich nicht in der Lage selbst über das Sonnenlicht Vitamin D herzustellen, sodass es stets über die Nahrung aufgenommen werden muss.

Vitamin D spielt eine große Rolle bei der Calcium-Phosphor-Regulation.
Besonders Vitamin D reich sind bestimmte Fischsorten, Leber und Lebertran.

Vitamin E

Dieses Vitamin (auch Tocopherole genannt) ist das Antioxidans schlechthin. Denn es sorgt dafür, dass freie Radikale keine Chance haben und schützen so ungesättigte Fettsäuren, Carotinoide und andere Stoffe vor dem Zerfall.

Insbesondere in Pflanzenölen (Keimöle) steckt ganz viel Vitamin E.

Vitamin K

Ein weiteres Vitamin, ist das Vitamin K (auch unter dem Nahmen Chinon bekannt). Und es spielt eine große Rolle in der Blutgerinnung. Des Weiteren ist es am Knochenstoffwechsel beteiligt.

Eine Besonderheit ist, dass Vitamin K im Hundekörper in großer Menge vom Darm selbst hergestellt wird. Dies ist ein weiterer wichtiger Grund, warum man als Besitzer auf die Darmgesundheit seines Hundes achten sollte.

Wasserlösliche Vitamine

Die wasserlöslichen Vitamine (B-Vitamine und Vitamin C) werden nach der Aufnahme nicht im Körper gespeichert. Deshalb sollten sie auch immer kontinuierlich zugeführt werden und anders als bei den fettlöslichen Vitaminen, wird alles was zu viel ist, einfach wieder über die Niere ausgeschieden.

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Vitamin B Komplex

Unter diesem Sammelbegriff werden viele Vitamine zusammengefasst.
Genauso wie bei uns Menschen, müssen die B Vitamine auch beim Hund, mit der Nahrung aufgenommen werden und können nicht selbst vom Körper hergestellt werden.

Zu den B Vitaminen gehören:

  • Vitamin B1 (Thiamin): spielt eine sehr wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Es wird im Darm aktiviert und sorgt so für eine bessere Nutzung der Kohlenhydrate. Besonders Thiamin-reich sind Weizenprodukte und Bierhefe.
  • Vitamin B2 (Riboflavin): ist ein wichtiger Baustein im Stoffwechsel und spielt eine wichtige Rolle für die Haut, Schleimhaut und Augen. Bierhefe, Leber, Lunge, Milch und Vormägen sind besonders reich an Riboflavin.
  • Vitamin B3 (Niacin): Dieses Vitamin ist wichtig für das Nervensystem und den Aufbau von Neurotransmittern. Weiter stärkt es Haut und Schleimhäute. Es wird auch in der Darmflora produziert. Aber der größte Teil wird über die Nahrung gedeckt.
  • Pantothensäure oder Vitamin B5 genannt: übernimmt vielfache Aufgaben im Körper (Energiegewinnung, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, Bildung Steroidhormone etc.).
  • Vitamin B6 (Pyridoxin): ist besonders wichtig für den Aminosäurestoffwechsel und die Neubildung von Neurotransmittern.
  • Vitamin B12 (Cobalamin): spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und Neubildung, aber auch beim Eiweißstoffwechsel.

Darüber hinaus gibt es auch noch Vitamin B13 (Orotsäure) und Vitamin B15 (Pangamsäure), sowie Folsäure und Biotin.

Folsäure wird auch als Vitamin B9 bezeichnet und spielt eine wichtige Rolle im Zellwachstum und bei der Blutbildung.

Mit dem Begriff Vitamin H oder Vitamin B7 ist Biotin gemeint. Welches wichtig für eine gesunde Haut, Fell und Krallen ist.

Vitamin C

Anders als bei uns Menschen, sind Hunde selbst in der Lage Vitamin C zu bilden. Jedoch gibt es einige Situationen, in denen der Bedarf an Vitamin C erhöht ist (Krankheit, Stress, Alter). In diesen Fällen ist eine zusätzliche Versorgung über die Nahrung sinnvoll.
Dabei sind die Aufgaben von Vitamin C vielfältig.
Besonders wichtig ist es für:

  • das Immunsystem
  • die Kollagensynthese und damit für den Bewegungsapparat
  • die Wundheilung
  • Botenstoff-Bildung etc.

Wann ist auf den Vitaminbedarf des Hundes besonders zu achten?

Es gibt bestimmte Situationen, die mit einem erhöhten Vitaminbedarf einhergehen. So können gerade ältere, junge, kranke Hunde, Sporthunde und tragende, sowie säugende Hündinnen von einer Extraportion Vitamine profitieren.

Verrate uns doch mal in den Kommentaren, ob Dein Hund auch eine Extraportion Vitamine erhält!


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