So gesund sind Eier!

Eier gehören für viele Menschen zum festen Bestandteil des Speiseplans. Im letzten Jahr wurden durchschnittlich 239 Eier pro Kopf in Deutschland verbraucht.
Doch ums Ei ranken sich immer noch einige Mythen. Ob diese wahr oder falsch sind, erfährst du in diesem Beitrag.


Nährstoffwunder Ei

 Eier sind reich an Nährstoffen. Ein mittelgroßes Ei liefert ungefähr 5,5 Gramm Eiweiß, 4,2 Gramm Fett, zahlreiche Nährstoffe wie Kalzium, Eisen, Selen und Vitamin A, D & E und einige B-Vitamine wie Vitamin B12.
Allerdings liest man immer wieder, dass der vergleichsweise hohe Cholesteringehalt den Gesundheitswert einschränkt. Doch das stimmt nicht so ganz.
Richtig ist, dass Eier viel Cholesterin enthalten. Cholesterin gehört zur Gruppe der Fette und ist damit ein essenzieller Bestandteil des Körpers. So wird Cholesterin in die Zellwände eingebaut, ist an der Hormonproduktion beteiligt und hilft dem Körper dabei, Vitamin D und Kortison zu bilden. Ein Drittel des gesamten Cholesterins wird dabei über die Nahrung aufgenommen. Cholesterin ist also nicht per se schlecht. Wichtig ist, dass zwischen den beiden Cholesterin-Arten LDL und HDL ein Gleichgewicht herrscht. Erst wenn diese Balance kippt, besteht Handlungsbedarf.
Eine einheitliche Empfehlung, wie viele Eier pro Woche gesund sind, gibt es nicht. Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung dürften gesunde Menschen, die keine Herzerkrankungen, erhöhte Blutwertfette oder Diabetes haben, etwa drei bis vier Mal pro Woche ein Ei essen.


Eier für Hund und Katze?

Eier sind auch für Hunde überaus gesund und viele Fellnasen lieben sie. Auch einige Katzen freuen sich über Eier und so werden sie gerne zum Aufpeppen von Trocken- und/oder Nassfutter genutzt. Sie stehen auch beim BARFen und Kochen für viele auf dem Speiseplan. Doch roh sind Eier nur in Maßen verträglich.
Das rohe Eiklar enthält einen Trypsinhemmstoff, der die Eiweißverdauung beeinträchtigt und Avidin, dass Biotin bindet. Somit kann es bei übermäßigem Verzehr von rohen Eiern zu einem Biotinmangel kommen.
Daher gilt: Sollten mehr als zwei Eier pro Woche verfüttert werden, ist es empfehlenswert, diese zu kochen, da der Hemmstoff hitzelabil ist und dadurch inaktiv wird. Das gilt natürlich nicht, wenn ausschließlich das Eigelb verfüttert wird. Dies sorgt aufgrund des hohen Linolsäure-Gehalts für einen besonders schönen Fellglanz.
Auch die Eierschalen werden häufig in der Hundefütterung verwendet, da sie besonders viel Calcium liefern. Mit ca. 37 % Calcium gehören sie zu den calciumreichsten Futtermitteln. Fein gemahlen stellen sie eine hervorragende Calciumquelle dar, z. B. beim BARF.
Soll die Eierschale mit verfüttert werden, müssen die Eier vorher gründlich mit heißem Wasser abgespült werden, um anhaftende Bakterien zu entfernen.


5 Ei-Mythen im Check

1. Mit kaltem Wasser abgeschreckte Eier lassen sich leichter pellen

Falsch. Ob sich die Schale leicht pellen lässt, hängt von der Frische des Eies ab. Ganz frische Eier lassen sich schwerer pellen, egal ob sie vorher abgeschreckt wurden oder nicht. Bei älteren Eiern kann die Schalle leichter entfernt werden, da sich bei diesen Eiern bereits mehr Luft unter der Eihaut befindet.


2. Die Frische von Eiern lässt sich testen

Richtig. Dafür gibt man das Ei in ein Glas mit Wasser. Ein frisches Ei liegt im Wasser. Ein älteres Ei richtet sich langsam auf und ein altes Ei treibt an der Wasseroberfläche. Das liegt daran, dass die Luftkammer, die sich im Ei befindet im Laufe der Zeit größer wird.


3. Frische Eier gehören in den Kühlschrank

Richtig. Eier sollten tatsächlich optimalerweise in der Eierbox im Kühlschrank gelagert werden. So sind sie am besten gegen Fremdgerüche geschützt, die andernfalls sehr leicht durch die Poren der Schale eindringen können. Unversehrte Eier können ohne Probleme 28 Tage nach dem Legen aufbewahrt werden. Und auch nach dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit können Eier noch bedenkenlos gut erhitzt gegessen werden.


4. Braune Eier stammen von braunen Hennen

Teils, teils. Es kommt zwar häufiger vor, dass braune Hennen auch braune Eier legen. Das muss jedoch nicht so sein. Dass man die Farbe des Eies am Gefieder erkennt, ist falsch. Sie wird vielmehr durch die Genetik vorgegeben.


5. Glückliche Hühner haben einen intensiven gelben Dotter

Falsch. Ob ein Dotter intensiv orange ist oder eher blass-gelb, hängt nicht vom Huhn und dessen Haltung ab, sondern allein von der Fütterung. Darin enthaltene Carotinoide, z. B. in Karotten und Mais, sorgen für eine intensive Färbung des Dotters. Doch die Farbe des Dotters hat keinen Einfluss auf den Geschmack oder den Gesundheitswert des Eies.
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