10 interessante Fakten über Eichhörnchen

Eichhörnchen sind wahre Kletterkünstler und so verwundert es nicht, dass sie schnell und geschickt von Baumkrone zu Baumkrone jagen. Viele könnten den flauschigen Nagern stundenlang zusehen, wie sie auf Bäumen hoch flitzen oder durch Sträucher huschen.
Doch weißt du eigentlich, was Eichhörnchen im Winter machen und wovon sie sich ernähren?
Wir verraten es dir!


1. Eichhörnchen sind sehr fleißig

Insbesondere im Herbst verbringen sie enorm viel Zeit mit der Futtersuche und mit dem Verstecken der Futtervorräte. Sie sammeln bis zu 10.000 Nüsse und verstecken diese im Erdboden.
Wie sie ihre Verstecke wiederfinden, ist bis heute nicht restlos geklärt. Klar ist nur, dass sie diese nicht mit dem Geruchssinn finden. Wahrscheinlicher ist, dass sich die Tiere die Futterverstecke einfach merken. Dafür werden für jede Nuss-Art eigene Lager angelegt. Diese Ordnung hilft den Nagern dabei, sich an die Verstecke zu erinnern.


2. Eichhörnchen, Eichkätzchen oder Eichkater

Eichhörnchen haben viele Namen und werden je nach Land und Region unterschiedlich bezeichnet. Die Häufigsten sind: Eichkätzchen, Eichkatzl, Eichkater, Oachkatzl, Eicherli (Schweiz), Eichhase (Österreich), Baumfuchs (Hessen).


3. Eichhörnchen sind Allesfresser

Eichhörnchen sind Allesfresser, bevorzugen aber Samen, Kerne, Knospen und verschiedene Nussarten. Außerdem verzehren sie, je nach Jahreszeit, auch Baumrinden, Pilze, Obst, Insekten und Eier.


 4. Eichhörnchen sind Einzelgänger

Die kleinen Nager leben überwiegend als Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit oder bei reichlichem Futterangebot leben sie in einem lockeren Verband miteinander. Innerhalb einer Gruppe dominieren die größeren und älteren Tiere.


5. Eichhörnchen halten Winterruhe

Eichhörnchen halten keinen echten Winterschlaf, sondern Winterruhe. Das heißt, dass sie in der kalten Jahreszeit 18 - 20 Stunden pro Tag schlafen und in der restlichen Zeit Futter suchen.


6. Eichhörnchen schlafen in einem Nest

Das Eichhörnchen-Nest wird Kobel genannt und dient dem Eichhörnchen als Schlafplatz, Rückzugsort und Kinderstube. Es bietet Schutz vor Regen, Kälte und Sturm und schützt das Eichhörnchen und ggf. die Jungen auch vor möglichen Angreifern. Eichhörnchen bauen aber nicht nur eine Kobel, sondern direkt zwei bis acht verschiedene Neben-Nester und haben damit verschiedene Wohnorte. So können sie, falls ein Nest zerstört wird, in ein anderes ziehen.


7. Die ersten Eichhörnchen-Babys kommen schon im Februar/März zur Welt

Eichhörnchen können zwei Mal im Jahr Junge bekommen. Typischerweise findet die erste Paarungszeit im Januar statt und die zwei bis sechs Babys kommen im Februar/ März zur Welt. Die Babys gehören zu den sogenannten Nesthockern, kommen nackt und blind zur Welt und sind daher besonders auf die Fürsorge der Mutter angewiesen. Nach 4 Monaten sind die Jungen voll entwickelt und verlassen den Kobel. Die zweite Paarungszeit findet im Spätsommer statt.


8. Eichhörnchen sind wahre Kletterkünstler

Eichhörnchen bringen mit ca. 200 bis 480 Gramm nicht viel auf die Waage und haben daher eine geringere Erdanziehungskraft. Dank der kräftigen Muskulatur können sie flink und geschickt klettern. Zusätzlich dient der buschige Schwanz, der ca. 10-15 cm lang ist und damit fast genauso lang wie das Eichhörnchen selbst, beim Springen als eine Art Fallschirm und Steuerruder. Darüber hinaus strecken sie alle vier Beine vom Körper weg, wie ein Flughörnchen. Insgesamt sind Eichhörnchen ca. 20 bis 25 cm groß.


 9. Europäische Eichhörnchen sind nicht immer braun-rot

In Europa - und damit auch in Deutschland heimisch - ist das Europäische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris). Es ist üblicherweise rötlich gefärbt. Dennoch gibt es, je nach Region und Jahreszeit, zahlreiche Farbvariationen, die von Hellrot bis Rotbraun über Rotgrau und Braungrau bis zu Schwarz reichen. Allen gemein ist ihr deutlich weißer Bauch.


10. Es gibt weltweit über 280 verschiedene Hörnchen-Arten

Die meisten Arten sind auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet. In Europa und in Deutschland kommt allerdings nur eine einzige Art vor: das Europäische Eichhörnchen. Es gehört zur Familie der Hörnchen und zur Unterfamilie der Baumhörnchen sowie zur Gattung der Eichhörnchen. Insgesamt gibt es 29 verschiedene Arten des Eichhörnchens, wie das Europäische Eichhörnchen oder das Grauhörnchen, das ursprünglich aus Nordamerika stammt. Der Name „Eichhörnchen“ leitet sich nicht vom Namen „Eichel“ oder „Eiche“ ab, sondern vom altdeutschen Wort „aig“, was „flink, schnell“ bedeutet. 
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