Die perfekte Schönheitsroutine für dein Pferd

Die perfekte Schönheitsroutine für dein Pferd

Die tägliche Pflegeeinheit fördert nicht nur das Wohlbefinden und die Gesundheit deines Pferdes, sondern stärkt auch die Beziehung zu deinem Liebling.


Die Schönheitsroutine für dein Pferd — mehr als nur „pflegen“

Die Fellpflege ist ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens von Pferden. Das gegenseitige Beknabbern der Pferde dient daher nicht nur der Fellpflege, sondern stärkt vielmehr die Beziehung zwischen den Tieren.

Durch das tägliche Pflegeprogramm wird das Fell vom Schmutz befreit und die darunterliegende Haut gleichzeitig massiert, wodurch zusätzlich die Hautgesundheit unterstützt wird.
Doch wusstest du, dass die Fellpflege noch weitere positive Effekte auf dein Pferd hat?
Dies passiert, wenn du dein Pferd striegelst, bürstest und pflegst:
  • Stress wird abgebaut
  • die Entspannung wird gefördert
  • die Muskulatur wird gelockert
  • Verspannungen werden gelöst
  • die Bindung zu dir wird gestärkt


Was brauche ich zur Pferdepflege?

 Im Handel werden zahlreiche Pflegeutensilien angeboten. In deinem Putzkasten sollten als Grundausstattung folgende Utensilien enthalten sein:
  •  Hufauskratzer (zum gründlichen Reinigen der Hufe)
  • Striegel (zum Aufrauen und Lockern von Schmutz)
  • Kardätschen (feine Bürsten zum Reinigen)
  • Wurzel-, Mähne- und Schweifbürste (grob- und feinborstige Bürsten)
  • Schwämme (je einen zum Reinigen des Gesichts und der Geschlechtsteile)
  • Schweißmesser (zum Abstreifen des Wassers nach dem Baden bzw. Duschen des Pferdes)

Wichtig: Achte darauf, dass dein Putzzeug regelmäßig gesäubert und ab und zu auch desinfiziert wird. Außerdem sollte jedes Pferd eine eigene Putzbox haben, um mögliche Krankheitskeime nicht zu übertragen.


Die Fellpflege

Insbesondere vor dem Reiten sollte das Fell gründlich vom Schmutz gereinigt werden, um beispielsweise Druckstellen in der Sattellage zu vermeiden. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob kleinere Verletzungen oder Blessuren vorhanden sind, die ggf. versorgt werden müssen.

Und so gehst du vor:
  1. Mit einem Striegel wird das Fell mittels kreisförmiger Bewegungen aufgeraut und so der Schmutz gelöst. Gleichzeitig wird die Muskulatur gelockert und die Durchblutung der Haut angeregt. Bereiche, die nur wenig Muskulatur aufweisen, wie das Gesicht oder Knochenvorsprünge, sollten nicht mit dem Striegel bearbeitet werden, da dies unangenehm für das Pferd sein könnte.
  2. Mit einer Kardätsche wird das Fell nach dem Striegeln geglättet und gleichzeitig wird der vorhandene Schmutz entfernt. Mit grobborstigen Wurzel-, Fell- und Mähnenbürsten können hartnäckige und stärkere Verschmutzungen entfernt werden.
  3. Mit einem weichen Schwamm werden das Gesicht, speziell die Nüstern und die Augenpartie vorsichtig gereinigt. Mit einem zweiten Schwamm wird der Geschlechtsbereich gesäubert. Aus hygienischen Gründen sollten jeweils verschiedene Schwämme für die zwei Regionen verwendet werden.

Wichtig: Insbesondere im Frühling und Herbst solltest du dein Pferd besonders gründlich putzen, um es bei dem Fellwechsel optimal zu unterstützen.


Die Pflege von Mähne und Schweif

Die Mähne sieht nicht nur schön aus, sondern schützt dein Pferd auch vor Insekten, Regenwasser und kleineren Beißereien. Da die Mähne sehr empfindlich ist, sollten die Haare vorsichtig mit den Händen entwirrt werden, bevor sie mit einem Kamm oder einer Bürste ausgebürstet werden.

 Das Gleiche gilt für den Schweif. Dieser schützt vor lästigen Insekten und ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. Auch der Schweif sollte immer zuerst vorsichtig mit der Hand entwirrt werden, bevor er anschließend mit einer Bürste oder einem Kamm durchgebürstet werden kann.

Du liebst es, dein Pferd mit Flechtfrisuren zu verschönern? Dann haben wir auf Instagram einige Inspirationen für dich.



Die Pferdehufe bestehen wie unsere Fingernägel aus Horn, welches ständig wächst. Das Hufhorn wächst im Durchschnitt ca. 8 mm pro Monat. Das Hufhorn selbst und auch dessen Wachstum hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab:
  • Rasse
  • Haltung
  • Ernährung
  • Bewegung

Insbesondere die Fütterung und damit die Zufuhr von essenziellen Nährstoffen (z. B. Biotin + Zink) spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung vom Hufhorn.

Dein Pferd leidet unter brüchigen und rissen Hufen? Dann lies dir unbedingt unseren dazugehörigen Blogbeitrag durch und erfahre, wie du deinem Liebling schnell und effektiv hilfst.

Hat dein Pferd gesunde und kräftige Hufe, dann benötigt es in der Regel keine extra Pflegeeinheiten. Es ist jedoch ganz wichtig, die Hufe täglich zu kontrollieren und gründlich zu reinigen. So müssen die Hufe täglich ausgekratzt und ausgebürstet werden, um Steinchen, Dreck und Einstreu grünlich zu entfernen. Ab und an können die Hufe auch komplett mit Wasser gesäubert werden. Gleichzeitig sollten die Hufe auf Risse, Verletzungen etc. geprüft werden. Trägt das Pferd Eisen, sollten auch diese täglich überprüft werden.

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